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The Hike – Nicht alle kommen zurück
Autorin: Lucy Clarke
Mein erster Eindruck
Vier Freundinnen. Eine mehrtägige Wanderung durch die norwegische Wildnis. Und die Gewissheit, dass am Ende nicht alle zurückkehren.
Allein diese Ausgangslage hat mich sofort neugierig gemacht. Ich mag Geschichten, in denen nicht nur die eigentliche Gefahr im Mittelpunkt steht, sondern auch die Dynamik zwischen den Figuren.
Und ganz ehrlich? Norwegen als Schauplatz hat den zusätzlichen Ausschlag gegeben. Ich liebe Geschichten, in denen die Landschaft mehr ist als nur eine Kulisse – und genau das habe ich mir hier erhofft.
Worum geht's?
Vier Schulfreundinnen – Maggie, Liz, Helena und Joni – treffen sich jedes Jahr zu einem gemeinsamen Urlaub. Dieses Mal führt sie ihre Reise nach Norwegen, wo sie eine mehrtägige Wanderung durch die unberührte Natur unternehmen wollen. Doch schon bald wird klar, dass nicht nur die raue Landschaft eine Herausforderung ist.
Alte Konflikte, unausgesprochene Wahrheiten und das Wissen um eine Frau, die im Jahr zuvor spurlos verschwand, sorgen dafür, dass aus dem gemeinsamen Abenteuer langsam ein Albtraum wird.
Und tatsächlich, wird eine von ihnen am Ende nicht zurückkehren ...
Meine Meinung
Lucy Clarke beschreibt die norwegische Landschaft so lebendig und realistisch, dass ich beim Lesen fast schon die frische Luft spüren konnte. Die Berge, das wechselhafte Wetter und die Abgeschiedenheit wurden für mich zu einem festen Bestandteil der Geschichte. Genau solche Schauplätze liebe ich in Thrillern.
Auch die wechselnden Perspektiven der vier Freundinnen haben mich sofort abgeholt. Anfangs musste ich mich zwar erst orientieren, doch schon nach kurzer Zeit hatte jede Figur ihre eigene Stimme. Dadurch wurde für mich nicht nur ihre Freundschaft greifbar, sondern auch die Spannungen, die sich im Laufe der Jahre zwischen ihnen aufgebaut hatten.
Ich weiß, dass manche Thriller schon auf den ersten Seiten Vollgas geben. „The Hike“ macht genau das nicht – und das ist es auch, was mir so gefallen hat. „The Hike“ nimmt sich Zeit, und lässt die Spannung ganz langsam wachsen. Die Geschichte lebt von ihrer Atmosphäre, den Figuren und der Frage, wem man überhaupt noch vertrauen kann. Mit jeder Etappe der Wanderung hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht stimmt – und genau dieses unterschwellige Unbehagen hat mich immer weiterlesen lassen.
Gibt es ein Aber?
Diesmal muss ich tatsächlich sagen: Ja.
Ich glaube, jeder Thriller-Fan kennt diese Momente, in denen man am liebsten ins Buch "NEIN" schreien würde. 😄
Doch in diesem Buch musste ich mehr als einmal den Kopf schütteln, und dachte nur:
„Bitte macht das jetzt nicht …“ 🙈
Dass sich die Freundinnen in einer abgelegenen Wildnis immer wieder allein auf den Weg machen, erschien mir ehrlich gesagt nicht besonders klug. Dadurch wirkten manche Situationen auf mich nicht immer ganz glaubwürdig.
Auch die zwischenzeitlichen übernatürlichen Andeutungen hätten für mich nicht sein müssen. Sie wirkten etwas aufgesetzt und hätten der Geschichte meiner Meinung nach nichts genommen, wenn sie gefehlt hätten.
Das Kapitelkribbeln danach ...
Seitdem ich das Buch beendet habe, muss ich immer wieder daran denken, wie wunderschön und gleichzeitig unheimlich Natur sein kann. Vor allem die norwegische Landschaft ist mir lange im Kopf geblieben. Sie wird gleichzeitig als beeindruckend und beklemmend beschrieben – und genau dieser Kontrast macht The Hike für mich so besonders.
Sollte ich irgendwann selbst einmal durch Norwegen wandern, hoffe ich aber ehrlich gesagt auf einen etwas ruhigeren Urlaub. 😄
Mein Fazit
Wenn ihr Thriller mögt, die ihre Spannung langsam aufbauen und von einer dichten Atmosphäre leben, kann ich euch „The Hike – Nicht alle kommen zurück“ wirklich ans Herz legen.
Für mich war es ein Thriller, der weniger durch Schockmomente als vielmehr durch seine eindrucksvolle Kulisse und die unterschwellige Spannung überzeugt hat.
Mein Kapitelkribbeln
⭐⭐⭐⭐☆ (4/5)